… und mein Lieblingsbuch für einen fast vergessenen September

Warum liest man?

Es gibt so viele wunderbare, einzigartige Bücher, die in ihrer strahlenden Vollkommenheit das Leben und die Welt verändern. Man verliert sich an fremden Gestaden, in der Unendlichkeit des Universums, in Tragödien und Abenteuern, und manchmal, wenn auch viel zu selten, versteht man die Welt ein kleines Bisschen besser.

Denn immer spielt das eigene Leben mit. Es blickt in den Spiegel und entdeckt sich selbst.

Lesen ist die einfachste und billigste Tätigkeit mit dem garantiert höchsten ROI (Return on Investment). Es gibt keine Grenzen, weder räumlich noch zeitlich. Es ist die allgegenwärtige Art und Weise, sich zu unterhalten, zu lernen, zu wachsen.

Ich habe im Verlauf der vergangenen 12 Monate eine Reihe von Büchern vorgestellt, die erstens zu meinen persönlichen Favoriten zählen, und zweitens eine dringende Empfehlung zum Lesen beinhalten.

Damit ist nun genug.

Ich stelle noch ein allerletztes Buch vor. Meinen Alltime-Favorite.

Ich habe mehrere Male schon darauf hingewiesen. Und nun, zum Abschied, eine letzte Ode an das Buch meines Lebens.

Gabriel Garçia Marquez – Hundert Jahre Einsamkeit

 

Gabriel García Márquez‘ Meisterwerk des magischen Realismus, Hundert Jahre Einsamkeit, ebenso tragisch, fröhlich und komisch, ist eine nahtlose Mischung aus Fantasie und Wirklichkeit.

Das große Meisterwerk von Gabriel García Márquez ist die Geschichte von sieben Generationen der Familie Buendía und der Stadt Macondo, die sie erbaut haben. Obwohl Macondo kaum mehr als eine von Bergen umgebene Siedlung ist, hat Macondo seine Kriege und Katastrophen, ja sogar seine Wunder und Wundertaten. Ein Mikrokosmos des kolumbianischen Lebens, seine Geheimnisse liegen verborgen, verschlüsselt in einem Buch, und nur Aureliano Buendía kann seine Geheimnisse ergründen und sein verhülltes Schicksal enthüllen. Hundert Jahre Einsamkeit verbindet politische Realität mit magischem Realismus, Fantasie mit komischer Erfindung und ist eines der kühnsten und originellsten Werke des zwanzigsten Jahrhunderts.

Was soll ich sagen? Seit ich in den 70-Jahren auf diesen Roman gestossen bin, hat er mich nicht mehr losgelassen. Es ist nicht nur einfach ein Roman, es ist eine mit der Kunst des wahren Meisters erzählte Geschichte in höchster Vollendung, vielleicht das Meisterwerk des 20. Jahrhunderts. Marquez selbst sah es als sein Magnus Opus an. Es beinhaltet all das, was man sich als Leser wünscht, denn es ist alles zugleich: eine grandiose Geschichte, Magie, Allegorie, Abenteuer, Tragödie, Komödie, ein Spiegel der Geschichte der Menschheit.

Ich habe es schon mehrmals gelesen, und trotzdem – wenn ich nur ein einziges Buch noch einmal lesen dürfte, dann wäre es dieses.

 

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