Wo ist das alte Chiang Mai?

Heute will ich herausfinden, was an Erinnerungen an den letzten Besuch noch geblieben ist. Die Devise lautet also: Chiang Mai – Auf der Suche nach Dejà-Vus.

Jetzt, beim Frühstück an der Sonne, neben dem gemächlich dahinfliessenden Fluss, ist es angenehm warm, vielleicht 25 Grad. Ein Tag wie aus dem Bilderbuch, um herunterzukommen. Und um die Stadt zu erkunden.

Auf der Suche nach Déja-Vus.

Eine würdevolle alte dame

Die würdevolle alte Dame, die mir Brot und Eier und Kaffee bringt, verbeugt sich schüchtern. Ich frage sie nach ihrem Namen, doch die Gesprächsversuche scheitern an der Sprachgrenze, es bleibt nur der Austausch eines gegenseitigen Lächelns.

Die ersehnte Ruhe

Während ich am Kaffee nippe, spüre ich, wie sich langsam die Ruhe einstellt, auf die ich mich so gesehnt habe. Die letzten Wochen waren krass – bezüglich Arbeitsbelastung, Stress, Frustrationen. Unser Leben in Reinkultur, manisfestiert an schlaflosen Nächten, an Bauchschmerzen, an Rückenproblemen.

Frühstück

So muss ein Frühstück sein

Wo ist das alte Chiang Mai?

Der gemütliche, langsame Gang durch die Stadt zeigt, dass die Erinnerungen nach mehr als zwanzig Jahren verblasst sind. Was aber nicht nur mit der beschränkten Kraft des Gedächtnisses zu tun hat, sondern vor allem mit der Geschwindigkeit, mit der sich die Stadt verändert hat. Mein Gott, wo sind die stillen Gassen geblieben, die kleinen Restaurants, die freundlichen Menschen, die eine ganz besondere Ruhe und Gelassenheit ausströmten? Alles fort, weggefegt durch die Dynamik des Fortschritts.

Déja-Vus

Und doch – innerhalb der Stadtmauern, einem letzten Refugium der alten Kultur – scheint alles so zu sein wie immer … Der Buddha liegt auf seinem Ruhebett, in Gedanken im Nirwana, seinem Ziel.

Buddha

Buddha mit Blick auf das Nichts

PS Song zum Thema:  Spliff – Deja Vu