Darkest Hour

Wie bei Lawrence of Arabia stellt der Film einen einzelnen Menschen ins Zentrum, der es geschafft hat, den Lauf der Geschichte zu verändern.

In „Darkest Hour“ ist es der englische Premierminister Winston Churchill, der in einer der wahrhaft dunkelsten Stunden der Geschichte Grossbritanniens einen Entscheid trifft, der den weiteren Verlauf des Krieges mit Nazi-Deutschland entscheidend prägt.

Es gibt zwei magische Momente in diesem grossartigen Film (mit einem überwältigenden Gary Oldman als Churchill), die eng zusammengehören.

Es ist einerseits die Szene in der Londoner Underground, wo Churchill auf Anraten des Königs die Meinung gewöhnlicher Menschen einholt. Und darauf folgend die entscheidende Rede im House of Commons mit der endgültigen Absage an eine Verhandlungsoption mit Hitler.


Worum geht’s?

Grossbritannien steht an einem Wendepunkt. Hitlers Armeen haben Europa überrannt, ein grosser Teil der englischen Truppen ist bei Dünkirchen eingeschlossen und erwartet die Vernichtung durch die sich nähernden deutschen Truppen. Winston Churchill ist entgegen den Absichten seiner eigenen Partei zum Premierminister gewählt worden und muss sich nun der zunehmenden Gefahr stellen.

Gewichtige Stimmen, darunter die seines Vorgängers Neville Chamberlain, fordern sofortige Verhandlungen mit Hitler-Deutschland. Sie sind überzeugt, dass Grossbritannien nicht den Hauch einer Chance hat, gegen das mächtige dritte Reich bestehen zu können.

Doch Churchill ist anderer Meinung. Er sagt, dass Nationen, die sich ergeben haben, nie mehr auferstanden sind, während diejenigen, die kämpften, sich wieder erholen.


Die magischen Momente

Der Lauf der Auseinandersetzungen läuft gegen ihn, und die Meinung seiner Gegner wird immer wichtiger. Es sieht ganz danach aus, dass er in die Verhandlungen eintreten muss. Doch da geschieht etwas Unerwartetes (auch ein magischer Moment): der König, eigentlich alles andere als ein Fan von Churchill, stellt sich an seine Seite und rät ihm, die Stimme des Volkes einzuholen. Dies ist der erste magische Moment.

Eine wunderbar schräge Szene in der Londoner Underground, Churchill inmitten der fassungslosen Passagiere, die erst nach einiger Zeit wagen, ihre Meinung kundzutun. Und diese Meinung führt direkt zum magischen Moment im Parlament …


 

 

Man wagt gar nicht daran zu denken, was geschehen wäre, wenn Chamberlain und Halifax die Auseinandersetzung zu ihren Gunsten entschieden hätten. Denn heute ist klar, jede Verhandlung mit Hitler hätte das Ende der Nation Grossbritannien, so wie wir es kennen, bedeutet. Vielleicht auch das Ende Europas …

 

Einmal mehr – ein einzelner Mensch zur richtigen Zeit am richtigen Ort? Wow …


Und hier geht’s zum nächsten magischen Moment …

Leave a Comment