keine hektik

Luang Namphta – Ein Dorf im Nirgendwo. Man stelle sich die Hauptstrasse  eines mittelgrossen Städtchens vor, irgendwo auf der Welt: Dichter Verkehr, Stossstange an Stossstange, Ampeln, Fussgängerstreifen, Hektik, Hupen, Lärm … Nicht hier in Luang Namptha, hier ticken die Uhren noch so wie vor 30, 40 oder mehr Jahren.. Man könnte mitten auf der Strasse ein  Picknick  veranstalten es würde kaum zu einem grösseren Verkehrsproblem führen.

Und stören würde es auch niemanden. Alle paar Augenblicke (oder sind es Minuten?) tuckert ein altertümlicher Traktor vorbei, schwarzblaue  Dieselschwaden ausstossend. Dazwischen  Roller, viele Roller, manchmal mit Kindern, Babys, Grossmüttern aufgepackt, dazwischen wichtigtuerische SUVs, wahrscheinlich aus dem nördlichen Nachbarland stammend.

Luang Namphta

Geruhsame Welt

Ruhetag

Füsse ausstrecken, Gehirn in Ruhestellung. Blog schreiben. Die Fahrt nach China mental und organisatorisch vorbereiten.

Ich spaziere entspannt durch das Städtchen. Alle paar Minuten fährt irgendein Vehikel vorbei. Die Hauptstrasse ist gesäumt von allerlei Restaurants und Läden, perfekt eingerichtet für die Backpackers, von denen es hier wimmelt. Meine kurzzeitigen deutschen und australischen Freunde aus dem Bus planen einen mehrtägigen Treck durch den Dschungel, während es mich nordwärts zum grossen Nachbarn China zieht. Das Ticket ist gekauft, ich bin gespannt.

Am Abend grosser Abschied, letztes Essen im Zuela-Restaurant. Dann also Sayonara Joss, junger tätowierter Rasta-Australier, viel Glück für deine hochfliegenden Träume und  Pläne, Adios ihr anderen, möge eure Zukunft  so strahlend  sein, wie ihr sie euch vorstellt …