The Equalizer – Der Akt des Tötens

Dieser magische Moment ist nichts für schwache Gemüter.

Er ist ein einziger kaltblütiger, durchgeplanter, zeitlich getakteter Akt des Tötens.

Der Equalizer tötet pragmatisch, schnell, mit tödlicher Sicherheit, in mathematisch konstruierter Abfolge.

Wenn Mr. McCall seine Uhr stellt, ist es Zeit, abzuhauen oder nachzugeben. Alles andere führt unweigerlich zu einem blutigen Ende. Einer der besten Action Filme der jüngeren Filmgeschichte.

Aber definitiv nicht für jedermann.

Worum geht’s?

Robert McCall, der Equalizer, ein ehemaliger Auftragsmörder in den Diensten der Defense Intelligence Agency, hat sich nach dem Tod seiner Frau zurückgezogen und führt ein bescheidenes Leben als Angestellter in einem Baumarkt. Die Nächte verbringt der unter Schlaflosigkeit leidende McCall in einem nahen Restaurant, wo er die Bücher der Literaturliste seiner verstorbenen Frau liest. Dabei macht er die Bekanntschaft einer jungen Prostituieren, einem netten Mädchen namens Alina, das für die örtliche russische Mafia anschafft.

Alina, die sich nach einem bürgerlichen Leben als Sängerin sehnt, verletzt irgendwann die Regeln der Mafia und wird brutal zusammengeschlagen. McCall erfährt davon, findet heraus, wo sich das Hauptquartier der Russen befindet und macht dem Boss Slavi ein Angebot, das Mädchen freizukaufen. Doch er wird nur ausgelacht und verspottet.

McCall ist im Begriff, das Hinterzimmer mit den Russen zu verlassen, da bleibt er einen Augenblick stehen, überlegt und fällt dann eine Entscheidung. Er schliesst die Tür ab und wendet sich um. Die Russen amüsieren sich, erkennen nicht, dass sich eben etwas verändert hat.

Denn zum ersten Mal seit langem wird McCall wieder zu dem, was er früher war, zum Equalizer.

Der magische Moment

McCall stellt seine Uhr auf 18 Sekunden ein.

Erst später wird klar, dass dies die Art ist, wie er die Situation analysiert, seine Gegner ins Auge fasst, den Ablauf taktet. Und er irrt sich selten. Er ist eine Tötungsmaschine, die mit roboterhafter Präzision ihre Schritte plant.

Die Russen erkennen jetzt endlich, aber trotzdem zu spät, dass sich die Situation verändert hat. Dass der Mann, der sich eben noch unterwürfig für ein junges Mädchen eingesetzt hat, zu etwas anderem geworden ist. Sie greifen zu den Waffen und stürzen sich auf McCall.

Die nun folgende Szene spielt sich in etwas mehr als den 18 Sekunden ab, die McCall geplant hat. Es ist eine einzige durchkomponierte Choreographie des Tötens, eine tänzerische Abfolge chirurgisch vorgenommener Tötungsakte.

Nach nicht einmal einer halben Minute sind vier Russen tot, während ihr Boss Slavi, tödlich verletzt, seine letzten Sekunden aushaucht. McCall setzt sich neben ihn auf den Boden und wartet lakonisch, bis sich die Welt für den Russen verdunkelt und schwarz wird …