Impressionen

… es gibt nur wenige Bäume, wie Wegweiser in der kargen Landschaft, und künden von vergangenen Zeiten, als das Land noch mit Wäldern bedeckt war. Dann tauchen plötzlich und unerwartet Häuser auf, winzige Dörfer, die wie gelbglänzende Juwelen inmitten der Einöde schimmern. Man könnte sie beinahe schön nennen, wären da nicht jene schäbigen Behausungen, die sich wie krankhafte Wuche­rungen an die steil abfallenden Abhänge klammern. Manchmal steht ein Mensch am Strassenrand, mit ernstem nachdenklichem Blick, manchmal eine Schar barfüssiger Kinder, die lachend und lärmend dem Bus folgen, bis sie in einer Staubwolke verschwinden … [Auszug aus Marokko – die Wüste ist nah]

Indien – Götter, Tempel, Strände

Kerala Backwater

Kerala Backwater Sights

… so gehen die Stunden dahin, es ist entspannend, meditativ, man sitzt gedankenverloren an der Reling. Das indische und das eigene Leben gleitet vor dem echten und dem inneren Auge vorbei, Ruhe und Frieden kommen auf, gute Gedanken, alles Hektische fällt weg … [siehe Reisebericht]


Laos – dem Mekong entlang

Kinder am Nam Ou

Kinder entlang des Nam Ou – grosse, kleine, immer laut und lärmig und herzig und freundlich

… immer schön dem Wasser entlang, dem gischtenden Wasser, das an Wildheit und Kraft von Kilometer zu Kilometer zunimmt, zu beiden Seiten das Ufer als wechselnde grün-gelb-braune Kulisse. Dazwischen Kinder, immer wieder Kinder, grosse, kleine, immer laut und lärmig und herzig und freundlich … [siehe Reisebericht]


Durch das pulsierende Herz Südostasiens

Sanddünen bei Mui Ne

Sanddünen bei Mui Ne (Vietnam) wie in Lawrence of Arabia

… das ist die Wüste, wie sie mir vorschwebt, so wie in Lawrence of Arabia. Ich würde mich keine Sekunde wundern, wenn aus dem Schatten der nächstliegenden Düne Peter O’Toole auftauchte, in schneeweisse Beduinen-Gewänder gehüllt, auf dem Kopf der Turban, in der Hand die doppelläufige Flinte, die Augen voll von Abenteuerlust, der Blick in die Ferne, auf die Auseinandersetzung mit den Türken gerichtet … [siehe Reisebericht]


Burma – Reise durch ein erwachendes Land

Ballonfestival in Taunggy (Myanmar)

Der Ballon wird grösser und grösser, die Menge hält den Atem an …

… und dann ist es endlich soweit. Die Hülle wird durch die heisse Luft langsam aufgebläht, jetzt erkennt man die wunderbaren Farben, die Zeichnungen und Schriftzeichen darauf, sie werden grösser und grösser, bis der Ballon in seiner ganzen Pracht über der Menge hängt.

Eine Minute lang kippt er auf die Seite, ein Stöhnen geht durch die Menge, aber wundersamerweise gelingt es der Crew, ihn wieder in die Senkrechte zu bringen.

Schliesslich rennen Leute heran, sie tragen ein viereckiges Gestell, das unten angehängt wird, und jetzt, zum Entzücken der tausenden von Zuschauern – Ah! Oh! – erhebt sich der Ballon in den Nachthimmel, und kaum hat er eine gewisse Höhe erreicht, spuckt er Feuerwerk aus dem angehängten Gestell.

Ein Funkenregen senkt sich herab, rote, grüne, gelbe Explosionen, Sterne – ein Wahnsinnsspektakel … [siehe Reisebericht]


Ladakh und Rajasthan – atemberaubend

Baby-Trek in Ladakh

Trekking Likir-Yangthang-Hemis Shukpachen (Ladakh)

… es ist nun brennend heiss geworden, die Felsen ringsherum scheinen sich mit Hitze aufzuladen. Und natürlich kommt der nächste unvermeidliche Aufstieg, und diesmal wird es so richtig heftig.

Ich bin allein, ringsherum nur tote, furchteinflössende Welt, ich bin weitherum das einzige atmende Wesen, kein Vogel, keine Maus, keine Ziege, vielleicht irgendwo versteckt ein Schneeleopard, ein beglückendes, aber gleichzeitig auch beunruhigendes Phänomen.

Aber einmal mehr, auch wenn ich mich wiederhole: das sind die Momente, deretwegen man sich auf Unternehmen dieser Art einlässt … [siehe Reisebericht]


Südamerika – Unterwegs auf dem einsamen Kontinent

Salar de Uyuni in Bolivien

Wolken spiegeln sich auf dem Salar de Uyuni (Bolivien)

… der Horizont verschwindet langsam, die Grenze zwischen Himmel und Erde löst sich auf. Je weiter man sich hinauswagt, desto surrealer werden die Luftspieglungen.

Es sind Bilder, die Salvador Dali gemalt haben könnte, fehlt eigentlich nur noch eine brennende Giraffe in der Ferne …

Die schwarzen Wolken am Horizont lassen darauf schliessen, dass ein Sturm im Anzug ist. Die Spieglungen erhalten nun eine zusätzliche Komponente: waren sie bisher hellblau, weiss, milchig, so werden sie nun zu dräuenden Ungeheuern, doppelt gespiegelt auf dem See. Aber so schnell wie es gekommen ist, verschwindet das Gewitter, Ruhe kehrt ein … [siehe Reisebericht]


Nepal – Berge, Buddha, Strassenkinder

Bodnath Stupa

Der Bodnath Stupa – wichtigstes Heiligtum des tibetischen Buddhismus

… und dann geschieht etwas, was mir den Atem nimmt. Auf dem Trottoir kauern ein paar kleine Kinder am Boden, alle völlig verdreckt, alle barfuss, alle bis auf die Haut abgemagert, und wühlen im Unrat, den dort jemand ausgeleert hat.

Davon lesen und sich schon bei der Vorstellung entsetzen, ist das eine. Das ganze Elend mit eigenen Augen zu sehen, ist das andere. Man sucht verzweifelt nach Ideen, wie man helfen könnte, doch alles, was man hat, sind ein paar Rupien. Das genügt vielleicht bis zum frostigen Abend.

Es bricht einem das Herz … [siehe Reisebericht]