Reisen und Geschichten

Eine Reise ist immer auch eine Geschichte. Und umgekehrt ist jede Geschichte auch eine Reise. Reisen und Geschichten sind Zwillinge. Untrennbar miteinander verbunden. Durch die Sehnsucht.

Sie haben viel Gemeinsames.

Manchmal erkennt man darin, wie man leben sollte. Warum etwas geschieht. Wie die Menschen sind. Oder werden. Wenn man sie lässt.

Oder man hat die Erkenntnis, dass das Leben eigentlich ganz einfach ist.

Bis man das Buch zur Seite legt. Oder die Reise zu Ende geht.

Dann wird man wieder eingeholt. Von der Wirklichkeit. Von der Kompliziertheit des Lebens.

Dann will man wieder flüchten.

In andere Welten. Erfundene und erlebte.

Die Ideen

Im Laufe der Jahre tauchen Geschichten, Bilder, Träume und Personen im Kopf auf…. und verschwinden wieder. Eines Tages merkt man, dass man lange genug gewartet hat und beginnt, das Chaos der Gedanken und Ideen zu organisieren. Um die Dinge in Ordnung zu bringen. Um das einzig wahre Ziel zu erreichen.

Das Blau vom Himmel zu holen.

Die Geschichte

Die Umrisse einer Geschichte entstehen. Ganz langsam, ganz vorsichtig.

Eine kleine Geschichte nur, die ihren Anfang vor langer Zeit genommen hat, vielleicht am Bett der Kinder, die vor dem Einschlafen eine spannende Geschichte hören wollten. Und die während des Reisens ihre endgültige Form gefunden hat.

Eine Schlange in der Dunkelheit von [Landolt, R. B.]

Das Schreiben

Es entsteht beim Reisen. Am Strand. In allerhand guten und weniger guten Hotelzimmern. Manchmal im Kopf während tagelanger Bus- oder Bahnreisen. In durchwachten Nächten in der fiebrigen Hoffnung, etwas Sinnvolles zu schaffen.