Die Südindien Bücher

 

Robert Harris – Ghost

 

Der britische Ex-Premierminister Adam Lang will seine Memoiren veröffentlichen. Nach dem dubiosen Mord an seinem Ghostwriter recherchiert dessen Nachfolger genauer als verlangt und macht eine Entdeckung, die zu einem weltpolitischen Chaos führen könnte. Stand der Premier tatsächlich im Dienst der CIA?

Niemand zuvor hat Großbritannien so lange regiert wie Premierminister Adam Lang. Nun ist er aus dem Amt geschieden, und alle Welt erwartet sehnsüchtig die Memoiren des charismatischen Machtmenschen. Sensationelle zehn Millionen Dollar Vorschuss hat ihm sein amerikanischer Verleger geboten. Unter zwei Bedingungen: Das Buch muss binnen zwei Jahren auf dem Markt sein, und der Ex-Premier soll in Sachen Krieg gegen den Terror kein Blatt vor den Mund nehmen. Ein halbes Jahr vor dem Termin passiert das Undenkbare: Am Ufer der US-amerikanischen Insel Martha’s Vineyard, wohin sich Adam Lang zum Arbeiten an seinen Erinnerungen zurückgezogen hat, wird die Leiche seines Ghostwriters angeschwemmt. War es Mord? Schnell wird ein Ersatzmann gefunden, der auf eigene Faust noch genauer als sein Vorgänger in der Vergangenheit des Machtpolitikers recherchiert. Und dabei stößt er auf Dinge, die so brisant sind, dass deren Veröffentlichung zu einem weltpolitischen Chaos führen würde.

Die personelle Annäherung an einen ehenmaligen Prime Minister ist nicht zufällig, auch wenn die Story erfunden ist. Wie auch immer – wie die meisten Harris-Romane ein Lesevergnügen. Und übrigens – der Film, basierend auf dem Roman, ist ebenso sehenswert. Ewan McGregor spielt die Hauptrolle.

 


 

Khaled Hosseini – The Kite Runner

 

Afghanistan 1975: Der zwölfjährige Amir will unbedingt einen Wettbewerb im Drachensteigen gewinnen, um seinem Vater seine Stärke zu beweisen. Dazu braucht er die Hilfe von Hassan. Trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft verbindet die beiden Jungen eine innige Freundschaft. Bis am Tag des Wettkampfs diese von Amir auf schreckliche Weise verraten wird. Die Wege der beiden trennen sich, während das Land gleichzeitig seiner Zerstörung entgegengeht. Viele Jahre später kehrt der erwachsene Amir aus dem Ausland in seine Heimatstadt zurück, um seine Schuld zu tilgen. Doch Kabul hat sich seit damals sehr verändert.

Die bewegende Geschichte einer Freundschaft zwischen Liebe und Verrat, Trennung und Wiedergutmachung vor dem Hintergrund der jüngsten Vergangenheit Afghanistans.

Lange her seit der Reise durch Afghanistan, doch die Erinnerung meldet sich beim Lesen der Abschnitte über Kabul und die damalige Welt. Soviel hat sich verändert, soviel ist zerstört worden und wird immer noch zerstört.

 


 

Jonathan Franzen – The Corrections

 

Nach fast fünfzig Ehejahren hat Enid Lambert nur ein Ziel: ihre Familie zu einem letzten Weihnachtsfest um sich zu scharen. Alles könnte so schön sein, gemütlich, harmonisch. Doch Parkinson hat ihren Mann Alfred immer fester im Griff, und die drei erwachsenen Kinder durchleben eigene tragikomischen Malaisen. Gary steckt in einer Ehekrise. Chip versucht sich als Autor. Und Denise ist zwar eine Meisterköchin, hat aber in der Liebe kein Glück.

Es gibt manchmal diese Bücher, die man erst gar nicht lesen will, dann aber so sehr begeistert ist, dass ein Eintrag im „Einsame-Insel-Kanon“ unumgänglich ist.

Schlicht und ergreifend grossartig …

 

 


 

Rory Stewart – The Places In Between

 

»Nach Kabul? Zu Fuß? Sie müssen lebensmüde sein!« Januar 2002, kurz nach der Landung der US-Einheiten und dem Sturz der Taliban: Als Rory Stewart in Herat aufbricht, um Afghanistan zu durchwandern, könnten die Bedingungen nicht weniger einladend sein – Un­ruhen und heimtückische Landminen, ein extrem harter Winter mit massiven Schneeverwehungen und ausgehungerten Wölfen. Doch Stewart lässt sich nicht auf­­­halten. In Begleitung seines zahnlosen alten Kampf­hundes Babur und nur mit einem Wanderstab bewaffnet zieht er los. Er überwindet fast 1000 Kilo­meter und Pässe in bis zu 4500 Meter Höhe. Er lernt die einzigartige Naturlandschaft und eine vergessene Kultur kennen. Und er trifft in den einsamen Berg­dörfern auf junge Soldaten und alte Eselsreiter, die mehr als zwei Jahrzehnte von der Welt abgeschnitten waren.

Und eine weitere Erinnerung an Afghanistan, doch diesmal eher mit einem kalten Schauer beim Miterleben der Abenteuer des Rory Stewart. Man wird hin- und hergerissen zwischen Bewunderung für den Mut und Kopfschütteln über die Verrücktheit seiner Reise.

 


Und hier weitere Bücher, die mich auf meinen Reisen begleitet haben:

 

Die Burma Bücher

Die Laos Bücher

Die Südostasien Bücher

Die Ladakh Bücher

Die Südamerika Bücher

Die Nepal Bücher

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