„Reisen – es lässt dich sprachlos, dann verwandelt es dich in einen Geschichtenerzähler.“ – Ibn Battuta

 


Denn eine Reise ist immer auch eine Geschichte. Und umgekehrt ist jede Geschichte auch eine Reise. Reisen und Geschichten sind Zwillinge. Untrennbar miteinander verbunden.

Michael Palin, weltbekanntes Mitglied der Monty-Python-Truppe, auch er ein vielgereister Geschichtenerzähler, sagt es so:

“Wenn dich einmal das Reisefieber packt, gibt es kein bekanntes Heilmittel, und ich bin gerne bis zum Ende meines Lebens daran erkrankt.“


Das Leben ist einfach

Natürlich nicht.

Es ist furchtbar kompliziert. Jeder weiss das und macht täglich die Erfahrung, dass die Anforderungen des modernen Daily Life immer schwieriger zu bewerkstelligen sind.

Aber es gibt zwei Dinge, die sehr einfach sind.

Ein Buch in die Hand zu nehmen und darin zu lesen.

Eine Tasche zu packen und wegzufahren.

Dieses Kapitel beschäftigt sich mit dem zweiten Punkt.

Der zweite wird im Kapitel Reisen und Geschichten behandelt. Nicht vergessen …


Reisen beginnt mit einer Vorstellung

Einer Idee. Wie es sein könnte. Die Kulturen. Die Sprache. Die Menschen. Die Reiseroute. Die Entdeckungen.

Vielleicht auch die Gefahren …

Es ist immer anders.

Die Wirklichkeit entspricht selten den Erwartungen.

In den meisten Fällen übertrifft die Realität die Vorstellungen und Erwartungen bei weitem. Meistens in positiver, ganz selten in negativer Weise.

Alles, was es braucht, ist eine Entscheidung.

Aufzubrechen …


… in die Backpackers Welt

Und vergessen, was Blaise Pascal vor über 300 Jahren behauptete:

„Das ganze Unglück der Menschen rührt allein daher, daß sie nicht ruhig in einem Zimmer zu bleiben vermögen.“

Ich ziehe es vor, von Zeit zu Zeit das Zimmer zu verlassen und mich ins Unbekannte fallen zu lassen. Den Dingen ihren Lauf zu lassen. Nicht zuviel überlegen.

Was es braucht,  ist eine Vision gemixt mit Furchtlosigkeit und ein wenig Unbedarftheit.

Alles andere ergibt sich von selbst. Man findet die Dinge. Oder die Dinge finden dich. So wie der einsame Buddha im Nirgendwo ausserhalb von Nyaungshwe.

 


Ein Buddha ganz für mich allein

Er hat mich in Burma gefunden, inmitten der Sümpfe in der Nähe des Inle-Sees, auf der Suche nach … nichts. Und so habe ich – in diesem vom Lärm und der Hektik der Stadt verschonten Aussenquartier – meinen ganz persönlichen Buddha gefunden.

My Buddha in Burma
Mein Buddha in Nyaungshwe

Er ist Teil einer ganzen Anlage, bestehend aus unzählichen kleinen und grossen Stupas, goldverziert, mit weisser Farbe getüncht, da und dort ein kleines Kinkerlitzchen, verspielt, wie es die Asiaten lieben.

Die Geräusche des nahen Flusses sind verstummt, nur der Wind trägt das zarte Klingeln unzähliger winziger Glöckchen mit sich.

Ein leises Konzert für niemanden …

Oder vielleicht doch für mich allein?

[Ausschnitt aus dem Tagesjournal – siehe Blog]

 


Das Leben findet überall statt

Auch dort, wo es niemand vermutet.

In kleinen ärmlichen Dörfern.

Oder heruntergekommenen Bussen und Zügen.

Und auch in versteckten kleinen Beizen, wo der Chef aussieht, als gehörte er einem lokalen Mafia-Clan an, aber kochen kann wie Gott in Frankreich.

Auf der Strasse inmitten einer johlenden Kinderschar, die nach Süssigkeiten betteln. Und Farbstifte erhalten.

Auf Routen abseits der Zivilisation.

Inmitten kahler Berge und Einöden.

Überall. Einfach überall.

Dann also los …


Backpacking – Die einfache Art des Reisens

Alle paar Monate schleicht sich ein bekanntes Gefühl ein, ein plötzliches Ziehen in der Brust, wenn ich im Fernsehen oder in der Zeitung ein Bild sehe.

Ein Boot auf einem Fluss, langsam der Sonne entgegen segelnd.

Ein Markt, dessen durchdringende Aromen ich zu riechen glaube.

Kamele, mit stolz gereckten Köpfen langsamen Schrittes über die Wüste gleitend

Gelbe TukTuks, ineinander verkeilt zwischen einer Million Menschen.

Dann bin ich verloren.

Ich muss die Welt erneut erobern. Oder zumindest einen kleinen Teil davon.

Als Backpacker …

Weitere Infos siehe Asien und Amerika