Reisegeschichten zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Guten Tag, mein Name ist Ruedi Landolt.

Seit über fünfzig Jahren bin ich als Backpacker in Asien, Afrika und Amerika oder zu Fuss unterwegs – vom Hippie Trail der 1970er-Jahre bis zu den Weitwanderwegen Europas. Dieser Blog erzählt von diesen Reisen: ehrlich, persönlich und ohne Hochglanzfilter.“

landolt.net ist kein klassischer Reiseblog und kein Reiseführer. Hier findest du persönliche Reiseberichte, Beobachtungen und Geschichten – ehrlich erzählt, manchmal nachdenklich, manchmal mit einem Augenzwinkern, aber immer aus eigener Erfahrung.

 

1974-75 Der Hippie Trail

Ich hatte das Glück, den Hippie Trail noch zu erleben. Seit damals hat mich das Reisen nie mehr losgelassen.

1974 brachen wir mit einem alten VW-Bus auf dem legendären Hippie Trail Richtung Asien auf. Die Reise führte mich über die Türkei, den Iran, Afghanistan und Pakistan bis nach Indien und Nepal – in eine Welt, die heute längst verschwunden ist.

Ich möchte über diese Reise des Lebens berichten, auch wenn sie fünfzig Jahre zurückliegt. Die Erinnerung ist brüchig geworden, manches flackert noch auf, diffus, verschwommen – vieles aber ist verschwunden, vergessen.

Fünfzig Jahre sind eine lange Zeit, mehr als ein halbes Leben.

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Diese Reise war ein Trip ins Unbekannte. Das Eintauchen in unbekannte Welten. Auf schlechten Strassen. Bei prekären Bedingungen. 20.000 Kilometer hin und zurück. Kein Problem. Wir waren jung, naiv, aber mit dem Mumm, die Welt zu erobern. Und so dämmerte der Morgen des 17. September 1974 herauf, und wir fuhren los, dem Horizont entgegen …

Seit über fünfzig Jahren unterwegs. Geschichten vom Reisen mit dem Rucksack.

Ein halbes Jahrhundert später bin ich noch immer unterwegs. Nicht mehr mit dem VW-Bus, nicht mehr zu zweit, sondern meist allein als Backpacker in Indien, Marokko, Laos, Burma, Ladakh, Südamerika, Nepal … Mit Zug, Bus, Taxi, Pferdekutschen, Schiff, Fahrrad, zu Fuss …

Und ich habe nie aufgehört, mich zu wundern. Über die Schönheit der Welt. Die Faszination des Unbekannten. Die Menschen in all ihrer Vielfältigkeit. Die Sprachen. Die Farben. Die Gerüche. Das unendliche Kaleidoskop, das wir Leben nennen,

Davon kann man nie genug kriegen.

1978-1981 Marokko, Spanien/Portugal, Peru/Chile/Bolivien

Die ersten Reisen als Solo-Backpacker. Ein neues Gefühl. Das der grenzenlosen Freiheit, des Eintauchens in neue Welten, neue Kulturen. Marokko – bis zu den Ausläufern der Sahara. Die Geschichte mit den Datteln, die sich mir ins Herz eingebrannt hat.

https://landolt.net/marokko-ein-tag-im-ramadan/

Die Reise nach Spanien, nach Madrid und später bis nach Lissabon und auf dem Rückweg einige Wochen in Menorca. Und das alles auf einer Harley-Davidson 125cc. Mühsam, anstrengend, aber ein unvergessliches Abenteuer.

Und schliesslich zum ersten Mal Südamerika: Peru, Chile, Bolivien. Mit einem abgewrackten Kleinflugzeug über den Ebenen von Nazca. Puno. Cusco. Die Fahrt mit dem uralten Zug von der Atacama-Wüste bis nach La Paz in Bolivien. Eiskalt. Unbequem. Und ein Schweinekopf zum Frühstück.

1982-88 USA/Mexiko, Tansania, Thailand/Hongkong/Malaysia

Ein Jahr später Nordamerika. Eine Bus-Reise durch die USA von San Francisco bis nach Tijuana an der mexikanischen Grenze. Die Baja California. Die verpassten Wale, dafür eine Million Kakteen. Guadalajara. Mexiko-City, das Monstrum auf unsicherem Boden. Der Abschluss in New York: teuflische Kälte, Sturmwind zwischen den Wolkenkratzern.

Als leidenschaftlicher Wanderer der absolute Höhepunkt: die Besteigung des Kilimandscharo in Tansania. Anstrengend, grenzwertig, atemlos. The King of the World auf 5895 Metern über Meer.

Und schliesslich Südostasien. Zum ersten Mal Thailand, von Chiang Mai quer durch das Land, dann Malaysia bis Singapur. Dazwischen ein Abstecher nach Hongkong. Die ersten Eindrücke einer wirklich anderen Welt. Doch ein Appetizer für weitere Abenteuer …

1990-96 Nepal, Australien, USA

Die Rückkehr in eines meiner Lieblingsländer – Nepal. Nach 15 Jahren Wiedersehen mit Kathmandu. Der Kali Gandaki Trek mit zwei Freunden. Zwar schlechtes Wetter, kein einziger Blick auf die umgebenden Achttausender, aber erneut ein unvergessliches Abenteuer. 

Eine weitere Erinnerung fürs Leben – Australien mit der Familie. Von Cairns im Norden mit einem Wohnmobil der Küste entlang bis Sydney. Krokodile. Kängurus. Helmkasuare. Rochen. Quallen und Spinnen und anderes Getier …

Und ein paar Jahre später ein neues Familien-Abenteuer: auf der berühmten Route 66 in den USA. Auf Steinbecks Spuren dem Dustbelt entlang bis nach Los Angeles. Erinnerungen an vergangene Zeiten.

1999-2007 Burma, Südindien, Kuba

Burma bedeutet nicht nur die Tempel von Bagan, den Goldenen Felsen oder den Inle-See. Es sind die Menschen, die in ihrer Freundlichkeit etwas ausstrahlen, eine von innen kommende Herzlichkeit. Yangon. Der Goldene Felsen. Mandalay. Der Inle-See. Die Bootsfahrt auf dem Irrawadi nach Bagan.

Und dann endlich die Heimkehr nach Indien. Das Gefühl, nach Hause gekommen zu sein. Das Wohlgefühl inmitten von Millionen von Menschen. Goa. Kochi. Die Nilgiri Blue Mountain Railway. Mysore. Hampi. Das Gefühl, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.

Die Reise nach Kuba – ein ambivalentes Erlebnis. Auf der einen Seite die Schönheiten der Natur. Die Lebenslust der Einheimischen. Musik. farben. Gerüche. Auf der anderen Seite die Armut. Die Perspektivlosigkeit. Das Misstrauen.

 

2008-12 Südindien, Laos, Südostasien

Das Ambivalente ist auch in Indien spürbar. Auch hier grenzenloser Reichtum und unvorstellbare Armut. Aber der ferne Traum wird erneut erfüllt – Mumbai. Die Südspitze des Subkontinents, wo sich zwei Meere treffen. Madurai. Mysore. Udupi.

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Ein neues Land. Der Mekong, mein unerreichter Lieblingsfluss. Die Bootsfahrt auf dem Mekong, später auf dem Nam Ou nach Luang Prabang. Vang Vieng. Vientiane. Die 4000 Inseln im Süden.

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Die ultimative Erfüllung eines alten Traums – die Reise durch ganz Südostasien. Nochmals Thailand und Laos, ein Abstecher nach Yunnan in China, Vietnam, Kambodscha.

Die Idee, ohne klare Ziele oder Route als Backpacker durch Südostasien zu reisen, geistert schon lange durch meine Träume. Alles soll schwebend bleiben, unklar. Die Ungewissheit, das Unvorhergesehene, das Überraschende.

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2014-16 Burma, Ladakh/Rajasthan, Südamerika

Rückkehr in mein Herzensland – Burma. Wiedersehen mit einem der freundlichsten Völker der Erde. Mandalay. Nach Hsipaw über die berühmte Gokteik-Brücke. Mit dem verrücktesten Zug aller Zeiten in den Norden nach Bhamo. Trekking zum Inle-See. Der unvergessliche Abend beim Ballon-Festival in Taunggyi.

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Kaum zu toppen, Ladakh im indischen Himalaya schafft es mühelos. Die Hauptstadt Leh. Die Fahrt zu den berühmten Klostern im Indus-Tal. Der Baby-Trek. Die Fahrt über den „highest motorable Highway of the World“ ins Nubratal. Und schliesslich der absolute Höhepunkt – die Fahrt über den Leh-Manali Highway, einer der gefährlichsten Passstrassen der Welt.

Und dann als wunderbare Zugabe – Rajasthan im Westen Indiens. Die berühmten Städte – Jodpur. Bikaner. Jaipur.

Mehr kann man vom Leben nicht erwarten.

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Zwei Monate. Acht Wochen mit dem Bus durch acht Länder. Von Buenos Aires in Argentinien bis nach Bogota in Kolumbien. Uruguay. Brasilien. Paraguay. Bolivien. Peru. Equador. Manchmal mühsam, gefährlich, dann wieder ein Highlight nach dem anderen.

Die Iguazu-Wasserfälle. Man muss es gesehen haben, um seine gewaltige Wucht zu verstehen. Potosi. Uyuni mit dem Eisenbahn-Friedhof auf dem Weg zum grössten salzsee der Erde. Wiedersehen mit La Paz und Puno und Cusco und Lima. Überschwemmungen in Peru und Equador. Der Trek zum Cotopaxi-Vulkan. Quito. 

Und schliesslich Kolumbien. Die berüchtigten Drogenstädte Cali und Medellin. Eine Offenbarung. Cartagena am Karibischen Meer. Eine der schönsten Städte der Welt.

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2017-19 Nepal

Und noch einmal Nepal, ein Trekking Abenteuer. Vielleicht das letzte Mal auf den Höhen des Himalaya. Der Langtang Trek. Acht Tage aufwärts, anstrengend, atemlos, bis an die Grenzen meines alternden Körpers. Aber die Leistung wird belohnt. Grandiose Aussichten auf die Berge. Das Zusammentreffen mit Trekkern und Einheimischen, eine gemischte Gesellschaft, viel Anlass zum Lachen und Schwatzen.

Pokhara wiederentdeckt. Eine Metropole, die ihren Charme aber noch nicht verloren hat. Gleitschirmfliegen zu meinem Geburtstag. Dann Bandipur und der Chitwan District mit den Naturreservaten. Nashörner, Elefanten, Krokodile, Tiger (unsichtbar), Vögel, viele Vögel.

Bodnath und Pashupatinath. Leben und Sterben in Nepal.

2021-26 Alpenpanoramaweg, Trans Swiss Trail, La Via de la Plata, Fishermen’s Trail

Seit der Pandemie bin ich meist zu Fuß unterwegs, auf Weitwanderwegen quer durch die Schweiz von Osten nach Westen und von Norden nach Süden. Auf der Via de la Plata, dem längsten und anspruchsvollsten aller Jakobswege in Spanien oder auf dem Fishermen’s Way entlang der portugiesischen Küste von Lissabon bis in die Algarve. 

Und schon bald bin ich wieder unterwegs – auf dem Stevenson Way in Frankreich. Auf dem Weg, den Robert Louis Stevenson im 19. Jahrhundert mit seinem Esel Modestine berühmt gemacht hat.

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Nicht nur reisen. Erleben. Erzählen. Erinnern.

Ich schreibe über Landschaften und Begegnungen, über kleine Dörfer und große Städte, über Müdigkeit, Freude und die unerwarteten Momente, die eine Reise unvergesslich machen. Mich interessieren weniger Sehenswürdigkeiten als Menschen, Geschichte und das, was unterwegs zwischen den einzelnen Etappen geschieht.

 

Entdecke meine Reisen

Der Hippie Trail

Eine Reise zurück in die 1970er-Jahre: von Europa bis Nepal auf einer Route, die heute Geschichte ist.

Asien, Afrika, Amerika

Zurück in Indien, das Wiedersehen nach so langer Zeit. Eine unvergessliche Reise durch Marokko. und dann immer wieder Südostasien – meine Traumziele. Laos, Burma, Thailand, Vietnam, Kambodscha, Ladahk und Rajasthan. Ganz Südamerika mit dem Bus und schliesslich Trekking in Nepal, auch ein Wiedersehen …

Fernwanderwege

Von den Schweizer Weitwanderwegen bis zum Fishermen’s Trail in Portugal und (geplant) dem Stevenson Way in Frankreich.

Jakobsweg

Tausend Kilometer zu Fuß durch Spanien auf der Via de la Plata – Wandern zwischen Einsamkeit, Begegnungen und weiten Landschaften.

Schweiz

Der Alpenpanoramaweg und der Trans Swiss Trail. Wanderungen vor der Haustür – Berge, Seen und überraschende Entdeckungen.

Bücher

Meine Reiseerlebnisse erscheinen nicht nur im Blog, sondern auch in Buchform. Informationen zu aktuellen Veröffentlichungen und Projekten findest du hier.

 

Warum ich schreibe

Reisen bedeutet für mich nicht, möglichst viele Orte abzuhaken. Mich interessieren die Geschichten hinter den Orten – und die Veränderungen, die das Unterwegssein im Menschen auslöst.

Vielleicht findest du hier Anregungen für eigene Reisen. Vielleicht wecken die Berichte Erinnerungen an vergangene Abenteuer. Oder du begleitest mich einfach ein Stück des Weges.

Ich freue mich, dass du da bist.

Ruedi Landolt

 

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