Der erste Gedanke – natürlich der Mekong. Tausende Kilometer lang, von den Quellen im Himalaya bis zum Delta in Vietnam, wo er im Südchinesischen Meer seine Ruhe findet. Er wird meine Richtschnur sein – dem Mekong entlang nach Süden.

Laos ist ein weisser Flick auf der Landkarte. Zwischen Thailand, China, Burma, Vietnam und Kambodscha gelegen. Gebirge von Norden bis tief in den Süden, ein kleines Tiefland mit der Hauptstadt Vientiane. Dschungel, Flüsse wie der Nam Ou, Orte, wo noch immer todbringende Minen liegen.

Laos - als Backpacker dem Mekong entlang
Laos – gross, unbekannt, spannend

Und Elefanten. Ursprünglich über eine Million freilebender Elefanten. Heute gerade mal 3000 übrig geblieben.

Und Opium. Darüber weiss Wikipedia mehr als ich. Offenbar eine sehr alte, lange Tradition. Mehr ist mir nicht bekannt.

Was weiss ich sonst noch über dieses fremde Land?

Nicht viel.

Deshalb will ich hin. Denn das ist der Grund jeder Reise.

Das Unbekannte.

Und das trifft für Laos ganz bestimmt zu.

Pläne oder wie immer (fast) keine

Ich werde den Trip in Thailand beginnen, genauer in Chiang Mai, und von dort aus gegen Norden fahren. Zum Mekong. Dann sehen wir weiter.

Sicher Luang Prabang. Aber vorher noch diese Wahnsinns-Flussfahrt auf dem Nam Ou, einem Nebenfluss des Mekong. Da soll es wilde Strömungen, Stromschnellen und allerhand Gefährliches geben. Also genau nach meinem Geschmack.

Aber ich habe gehört, dass die Chinesen einen Damm bauen, der die Flussfahrten erschweren oder sogar verunmöglichen. Wenn ich also Glück habe, werde ich kurz vor Torschluss das Abenteuer erleben können.

Nach Luang Prabang wahrscheinlich nach Süden. Via Vang Vieng, diesem Sündenpfuhl. Mal sehen, ob sich die Gerüchte bewahrheiten.

Wahrscheinlich ist alles halb so schlimm (und ein Hinweis aus späteren Informationen: den laotischen Behörden war der schlechte Ruf des Ortes schon lange ein Dorn im Auge; 2011 starben nach offiziellen Angaben 22 Urlauber, viele von ihnen, als sie mit aufgeblasenen Autoschläuchen den Fluss abwärts trieben und an Stromschnellen umkippten. Bis Mitte 2012 gab es sechs Unfalltote. Als Reaktion darauf schlossen die laotischen Behörden zahlreiche Bars im August 2012).

Schliesslich Vientiane, die Hauptstadt. Offenbar ein ruhiger Ort, ganz und gar nicht dem Muster einer asiatischen Grossstadt entsprechend.

Später dann eventuell Richtung Süden. Ein langer Weg bis zu den 4000 Inseln. Aber ich bin sicher, dass sich die Mühe lohnt. 4000 Inseln. Man stelle sich das vor. Dazwischen fällt der Mekong in ungeheuren Fällen in die Tiefe. Dort, wo die Franzosen einen Wasserweg Richtung Norden suchten und kläglich scheiterten.

Es ist mir alles recht. Vielleicht wird alles ganz anders. Vielleicht gehe ich lieber in den Norden, nach Luang Namptha, oder in einen der vielen Nationalpärke, die über das ganze Land zerstreut sind …

Wir werden sehen …